Hier finden Sie uns

Hundeschule-Domino
Dahlienweg 3
38319 Remlingen

Kontakt

Rufen Sie einfach an unter

 

+49 05336 586 +49 05336 586

 

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

 

 

 

 

Aggression gehört zum normalen Verhalten eines Hundes!!!


Es wird überwiegend zur Distanzvergrößerung eingesetzt und sollte nicht in jedem Fall unterbunden werden. Je häufiger ein Hund in diesem Verhalten unterbrochen wird, umso mehr Aggression staut sich auf.

 

Ich war schon immer der Meinung, das zu einem glücklichen und erfüllten Hundeleben regelmäßiger Freilauf und viel Kontakt mit Artgenossen gehört. Das heißt nach (Hunde)-Herzenslust zu rennen zu toben und sich auch mal die Meinung zu sagen.
Leider ist das für viele Hundebesitzer ein Problem und somit natürlich erst Recht für die Hunde.

 

Früher wurde ein Hund für eine Aufgabe angeschafft, z. B. als Wachhund, damit er auf Haus und Hof aufpaßte oder wie heute auch noch als Jagdbegleithund. Das heißt die Hunde hatten/haben etwas zu tun, waren ausgelastet und wurden wie Hunde behandelt. Ich will damit nicht sagen, das es den Hunden damals besser ging, es ging ihnen anders.


Die heutigen Hunde werden zum Teil maßlos verwöhnt und verhätschelt, dafür kaum erzogen, erfahren keine Grenzen und haben nicht das geringste zu tun. Sie werden wie kleine Menschen behandelt nicht wie Hunde. Aber ein Hund ist kein Baby und will auch nicht so behandelt werden. Nur der Kontakt mit seinem Menschen macht einen Hund nicht glücklich. Wir können als Mensch niemals einen Artgenossen ersetzen. Das miteinander rennen, toben, fangen und bolzen braucht ein Hund um ein Art gerechtes Leben führen zu können.

Ich werde immer wieder gefragt, wann man denn eingreifen soll und auch wie. Dazu kann ich nur sagen:     “Es gibt kein Patentrezept”.

Ich handele in jeder Situation intuitiv, natürlich habe ich durch meine jahrzehntelange Arbeit mit Hunden einen gewissen Erfahrungsschatz gesammelt der mir hilft, die jeweiligen Situationen sehr schnell zu erkennen, zu beurteilen und entsprechend zu handeln.

Man kann nur durch intensives beobachten lernen Hunde zu lesen und zu verstehen.

Ich habe bereits in den 90ziger Jahren damit angefangen Hunde zu vergesellschaften, die sich Augenscheinlich nicht mit Artgenossen vertrugen. Damals lief das alles noch etwas unerfahren und unstrukturiert ab. Da es aber schon sehr erfolgreich war, habe ich in dieser Richtung weiter gearbeitet, nur unter anderen Bedingungen. Ich stelle heute immer zuerst eine stabile Gruppe zusammen, in die dann jeweils 1-2 neue Hunde integriert werden.

 

Der holprige Anfang:


Die allererste Gruppe mit der ich arbeitete, Bestand aus großen und zum Teil sehr kräftigen Hunden z. B. Huskys, Malamuts, Schäferhundmischlinge, Doggenmischlinge u. a., allesamt tobten an der Leine wie toll, wenn sie einen Artgenossen zu sehen bekamen. Die Besitzer konnten sie kaum halten und Freilauf mit Artgenossen war gar nicht möglich.

Alle Besitzer bekamen als erstes die Aufgabe 2-3 Wochen intensives anlegen und tragen des Maulkorbes zu trainieren. Erst als die Hunde den Maulkorb tolerierten, konnte das eigentliche Training beginnen.

 

 

 

Das erste Zusammentreffen lief folgendermaßen ab:


6 große Hunde mit Maulkörben und ihren Besitzern verteilten sich Kreisförmig auf einer großen Wiese. Der Abstand zum nächsten Hund/Mensch/Team betrug ca. 50 Meter. Es war ein sehr großer Kreis. Die Hunde sahen sich und in sekundenschnelle guckte sich jeder einen Lieblingsfeind aus.
Die Besitzer waren dazu angehalten worden, sich völlig zurück zu nehmen, d. h. sich raus zu halten, wenn die Hunde abgeleint wurden. Da die Hunde alle einen sicheren Maulkorb trugen und Körpergröße und Gewicht ziemlich ausgewogen waren, konnte es nicht zu ersthaften Verletzungen kommen.


Auf das Kommando ableinen und laufen lassen, raste eine Meute von sehr aggressions-bereiten Hunden aufeinander zu. Die Luft brannte, es flogen Grasbüschel durch die Luft, die Hunde rannten sich über den Haufen, kugelten sich und die Geräuschkulisse war ohrenbetäubend.
Ein wildes raufen, das keiner von den Teilnehmern in dieser Form schon je erlebt hatte. Die Besitzer mußten sehr an sich halten um nicht schreiend dazwischen zu gehen. Die Hunde setzten alle Kraft gegen den vermeintlichen Gegner ein und versuchten immer wieder den anderen zu unterwerfen. Nach ca. einer Stunde ließen die Kräfte der Kontrahenten ziemlich nach und es wurde ruhiger. Die Besitzer leinten Ihre Hunde an und gingen, etwas Abstand einhaltend zu ihren Autos.
Beim abschließenden Gespräch mit den Besitzern, durfte jeder berichten wie er das Geschehene erlebt hatte. Und obwohl die Emotionen der Hundebesitzer teilweise sehr hochgekocht sind, waren sich alle einig, das Ganze zu wiederholen.


Eine Woche später trafen wir uns erneut.
Die Besitzer berichteten beim 2. Treffen, das nach der ersten Stunde alle Hunde, kaum zu Hause angekommen fix und fertig auf ihr Plätzchen gingen und bis zum nächsten Morgen durchschliefen.

Beim 2. Treffen zeigte sich dasselbe Szenario. Die Hunde rasten aufeinander los und keilten sich mit aller Kraft. Dieses mal wurde es ca. 10 Minuten früher ruhiger. Und so folgte Woche auf Woche und die Hunde hörten immer früher auf und auch die Kraft und Verbissenheit mit der gekämpft wurde ließ stetig nach. Auf Grund der Maulkörbe wurde niemals ein Hund verletzt, bis auf das eine oder andere Hämatom das sie sich sicherlich zugefügt haben.


Ab der 5 Woche gingen wir nach den Auseinandersetzungen mit den angeleinten Hunden in der Gruppe spazieren. Etwas Sicherheitsabstand und siehe da, es war möglich ohne zu pöbeln und zu motzen gemeinsam, friedlich in eine Richtung zu laufen.

Nachdem sich die Hunde den ganzen Frust und die aufgestaute Energie abgekämpft hatten, wurden sie abgeklärter und ausgeglichener, was sich natürlich auf ihren Alltag und das Verhalten an der Leine bei Begegnungen mit Artgenossen übertrug.
Sie wurden umgänglicher und ließen sich sehr viel leichter von ihren Besitzern händeln.
Nachdem diese Hunde eine stabile Gruppe bildeten, kam immer nur noch ein fremder Hund dazu, um ihm Manieren nach Hundeart beizubringen.
Es gab unglaubliche Verwandlungen bei den anfangs unverträglichen Hunden.

 

Heute habe ich mehrere Gruppen in die ich verhaltensauffällige Hunde je nach Größe und Ausgeprägtheit des aggressiven Verhaltens, integrieren kann.

Ich kann nur aus langjähriger Erfahrung sagen: “Es lohnt sich”!
Es lohnt sich wirklich, die Erfolge die meist schon nach 2-3 Stunden zu sehen sind, zeigen immer wieder, das dass der richtige Weg ist.
Hunde gehen nicht immer zimperlich miteinander um. Aber jede Auseinandersetzung zu unterbinden ist nicht Art gerecht. Und Hunde sind für Hunde die besten Therapeuten.

 

Trau dich ........... gib mir die Chance ................ lass mich endlich Hund sein.