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10 Jahre Rettungshundestaffel DRK - Berlin Kreisverband-City

 

Von 1989 bis 1999 - Hundeführerin - Ausbilderin - Gruppenführerin - Einsatzleiterin - stellvertretende Bereitschaftsleiterin der Rettungshundestaffel im DRK-Berlin

 

 

Die Rettungshundearbeit ist ein sehr zeitaufwendiger Job ohne Bezahlung, denn es handelt sich um eine ehrenamtliche Tätigkeit. Täglich 24 Std. Einsatzbereitschaft und das zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Es war eine wunderschöne Zeit die ich nicht missen möchte, aber wie alles im Leben ein Ende hat, ging auch diese Zeit einmal vorbei.

 

Typisches Trümmergelände in dem wir regelmäßig trainiert haben.

von links: Schnauzermix "Buddy", Bobtail "Junior", Weimeraner "Lehmann", in der mitte mein Schäfer-Colliemix "Teddy", Bordercolli Barry + Lasse", Irischer Wolfshund "Rasputin", Briard "Wendy" und Schäferhund Elvis. Bis auf die Briard-Hündin und den Weimeraner waren alle Hunde geprüft und einsatzfähig.

 

Wie alles begann .........

 

Ich hatte gerade die einzige Hunde freie Zeit in meinem Leben. Dafür hatte ich verschiedene Kleintiere, Vögel und 2 Katzen.
Die Katzenstreu und das Tierfutter ließ ich mir immer liefern. Eines Tages sprang aus diesem Lieferwagen ein Hund, ein bildschöner, aufgeweckter Colli-Schäfer-Mix Rüde. Wie bei all meinen Tieren davor und danach, sprang sofort der berühmte Funke über und ich sagte dem Fahrer: "So ein toller Hund würde mir noch fehlen, den hätte ich gern". Worauf prompt die Antwort kam: " Den können Sie haben"! Mein Adrenalin schoss in die Höhe, damit hatte ich natürlich überhaupt nicht gerechnet. Teddy, so war sein Name, war ein typisches Trennungsopfer, keiner hatte mehr Zeit für ihn, dabei war er noch nicht mal 1 Jahr alt. Meine spontane Entscheidung war - wenn er sich mit meinen Katzen verträgt - wird er mein Hund.

Die nächsten 3 Tage waren die Hölle. Teddy war vom ersten Augenblick an Zuhause und der Meinung, die Katzen haben in meiner Nähe nichts zu suchen. Ich war totunglücklich, meine Katzen sollten unter dem "Neuen" nicht leiden - und er war sonst so ein Traumhund. Ich machte ihm also nachdrücklich und unmissverständlich klar, dass die Katzen hier ältere Rechte hatten und von Stund an klappte es prima. Manchmal muss man eben doch mal etwas lauter werden. Da Teddy ein sehr temperamentvoller und intelligenter Hund war, der ständig beschäftigt werden wollte (was bisweilen mega anstrengend war) suchte ich einen Hundeplatz für uns. Wir machten nach kurzer Zeit unsere erste Begleithundeprüfung und nahmen sehr erfolgreich an vielen Breitensportveranstaltungen (heute Turnierhundesport) teil. Teddy lernte ganz prima zu apportieren und wir machten dann noch Fährtenarbeit. Den Schutzdienst haben wir beide halbherzig eine Weile mitgemacht, aber das war nicht unser Ding.

 

Hinter unserem Hundeplatz, bei dem ich längst selbst Ausbilderin war, befand sich der Platz einer Rettungshundestaffel des BRH, einer privaten Rettungshundeorganisation. Der Platz sah aus wie ein riesiges Trümmerfeld. Es gab unzählige ober- und unterirdische Verstecke, mittels derer das auffinden hilfebedürftiger Personen trainiert wurde. Da mein Hund ausgesprochen clever war, schnell lernte und sein Arbeitseifer nie zu bremsen war, gingen wir eines Tages auf diesen Platz und begannen mit der Rettunghundausbildung. Das Fieber hatte uns sofort gepackt. Wir starteten das Training im August und 3 Monate später bestanden wir unsere erste RH-Pfüfung in Trümmer und Fläche, jeweils als Tagesbestes Prüfungsteam. Und das, obwohl die meisten anderen Teilnehmer schon mehrere Jahre Ausbildung und einige Prüfungen hinter sich hatten. Den größten Anteil an unserem Erfolg hatte natürlich mein Teddy, er war einfach großartig und ich war mächtig stolz auf ihn. Obwohl ich während der Prüfung vor Aufregung kaum geradeaus laufen konnte, absolvierte er souverän und mit Bravour alle Prüfungseinheiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auffinden einer suizid gefährdeten Person

 

 

Nach der 2. Pfüfung trennten wir uns aus persönlichen Gründen von diesem Rettungshunde-Verein und gingen mit einigen anderen Rettungshundeteams gemeinsam zum Deutschen Roten Kreuz. Dort übernahm ich dann zusammen mit einer anderen Hundeführerin die Ausbildung dieser Staffel. Gemessen am normalen Standard erziehlten wir überdurchschnittliche Ausbildungsergebnisse. Im Schnitt hatten wir 20 Hunde (unterschiedlicher Ausbildungsstände) in der Ausbildung. Was z. B. bedeutete, dass mehrmals in der Woche trainiert wurde, der ganze Samstag für das Training drauf ging und auch der eine oder andere Sonntag. Es ist eben ein anstrengender, zeitaufwendiger Job ohne Bezahlung.

 

Gespräch mit dem Sachverständigen, der die Rettungshundeprüfung in unserer Staffel abgenommen hat.

 

1988 nahmen wir an einer Bundesweiten Kastrastrophenschutzübung in Ahrweiler teil, um den besten Rettungshund Deutschlands zu finden, wir kamen auf den 2. Platz. Mein Teddy war der Größte. Er hat so klasse gearbeitet, dass mir mehrmals die Tränen in die Augen gestiegen sind. Wir arbeiteten 10 Jahre als Rettungshundeteam zusammen und wiederholten jährlich erfolgreich unsere Prüfungen, die unsere Einsatzfähigkeit unter Beweis stellten. Wir nahmen gemeinsam an sehr vielen Einsätzen und großen Katastrophenschutzübungen teil und arbeiteten dabei zusammen mit der Polizei, Feuerwehr, dem THW, dem ASB, den Maltesern, Johannitern, DLRG u. a. Vereinen im In- und Ausland.

 

 

Sein Lieblingsspielzeug war ein Gummiknochen, für den tat mein Teddy alles.